Das zentrale Wort der Freimaurer: Humanität

Im Lexikon wird Humanität u.a. so erklärt (wikipedia.org):

Der Gedanke der Humanität umfasst die prinzipielle Gleichheit aller Menschen jeder Herkunft und jeden Geschlechtes, die allgemeine Menschenwürde und die Ächtung von Angriffskriegen. Im weiteren Sinn gebietet Humanität auch religiöse und politische Toleranz und Achtung vor dem Mitmenschen und seinen Überzeugungen, im weiteren Sinn auch die Achtung vor Tieren und den Schutz der Natur.

Humanität ist die Grundlage der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts als Grundlage des positiven Rechts wie auch der Rechtspraxis in den einzelnen Staaten. Im Zusammenhang mit den Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist die Idee der Humanität von zentraler Bedeutung. In den Verfassungen der demokratischen Staaten ist die Humanität in den Gesetzen fest verankert .

Humanität und das Konzept der Solidarität sind eng mit der Tugend der Hilfsbereitschaft und deren Umsetzung als Hilfe verbunden.

Humanismus als philosophischen Hintergrund von Humanität  …

fasst Jean-Paul Sartre knapp und für Freimaurer treffend:  „Der Mensch ist nichts anderes als sein Entwurf, er existiert nur in dem Maße, in welchem er sich verwirklicht, er ist also nichts anderes als die Gesamtheit seiner Handlungen, nichts anderes als sein Leben.“

Dazu Klaus Robra erläuternd: „Der Mensch macht sich selbst zu dem, was er ist, durch das, was er tut. So dass er nicht nicht handeln kann und daher nicht nur zur Freiheit, sondern auch zur Wahl, zum Entwurf (seiner selbst) verurteilt ist.

Quelle Sartre

Das Feature „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“

von Christiane Adam informiert umfassend zu dem Begriff der Humanität :

zum Manuskript:

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:BCPFs7dLfPEJ:www.br.de/radio/bayern2/service/manuskripte/manuskriptradiowissen-296.html+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-b

zur Sendung:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=5&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiJjYjHlqvOAhWF1RoKHd5aDQkQFgg_MAQ&url=http%3A%2F%2Fwww.br.de%2Fradio%2Fbayern2%2Fwissen%2Fradiowissen%2Fhumanismus-mensch-hilfreich-100.html&usg=AFQjCNF7eZX4ZemcktKhJV248cp7ImG4uA

Goethes Gedicht „Das Göttliche“

gibt dem Feature seinen Namen –  von einem Freimaurer geschrieben „verdichtet“ es, was mit Humanität gemeint ist:

Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen.Heil den unbekannten
Höhern Wesen,
Die wir ahnen!
Ihnen gleiche der Mensch!
Sein Beispiel lehr uns
Jene glauben.Denn unfühlend
Ist die Natur:
Es leuchtet die Sonne
Über Bös und Gute,
Und dem Verbrecher
Glänzen wie dem Besten
Der Mond und die Sterne.

Wind und Ströme,
Donner und Hagel
Rauschen ihren Weg
Und ergreifen
Vorüber eilend
Einen um den andern.

Auch so das Glück
Tappt unter die Menge,
Faßt bald des Knaben
Lockige Unschuld,
Bald auch den kahlen
Schuldigen Scheitel.

Nach ewigen, ehrnen,
Großen Gesetzen
Müssen wir alle
Unsreres Daseins
Kreise vollenden.

Nur allein der Mensch
Vermag das Unmögliche:
Er unterscheidet,
Wählet und richtet;
Er kann dem Augenblick
Dauer verleihen.

Er allein darf
Den Guten lohnen,
Den Bösen strafen,
Heilen und retten,
Alles Irrende, Schweifende
Nützlich verbinden.

Und wir verehren
Die Unsterblichen,
Als wären sie Menschen,
Täten im großen,
Was der Beste im kleinen
Tut oder möchte.

Der edle Mensch
Sei hilfreich und gut!
Unermüdet schaff er
Das Nützliche, Rechte,
Sei uns ein Vorbild
Jener geahneten Wesen!